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Iranische Revolutionsgarde meldet Raketenangriff auf Netanjahus Büro 

IRGC behauptet, Khyber-Raketen hätten Netanyahu-Büro und Luftwaffenkommando getroffen – Israel reagiert nicht offiziell bestätigt

In einer dramatischen Eskalation der seit Wochen andauernden Gewalt im Nahen Osten hat die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) des Iran am 2. März 2026 nach eigenen Angaben ein Raketenbataillon gestartet, das explizit das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu und den Standort des Kommandozentrums der israelischen Luftwaffe ins Visier genommen habe. Bei den abgefeuerten Raketen handelte es sich laut iranischen Medienberichten um sogenannte Khyber-Raketen, eine Klasse ballistischer Geschosse, die der IRGC zugeschrieben wird und deren Fähigkeiten angeblich darauf ausgelegt sind, moderne Luftverteidigungssysteme zu durchdringen. 

Die IRGC bezeichnete den Angriff in einer offiziellen Stellungnahme als präzise und überraschend. Dabei wurde betont, dass die Geschosse „Ziele im Herzen der israelischen Regierung und militärischen Führung“ getroffen hätten und dass sie die Fähigkeit hatten, das hochentwickelte Iron Dome-Abwehrsystem Israels zu überwinden. 

Offizielle Bestätigungen aus Tel Aviv zu Treffern am Büro Netanjahus oder Schäden am Luftwaffenkommando stehen bislang aus; es gibt derzeit auch keine verlässlichen Berichte über Verletzte oder Opfer durch diesen speziellen Raketenangriff.

Kontext: Krieg, Vergeltung und geopolitische Spannungen

Der aktuelle Vorfall kommt vor dem Hintergrund einer bereits sehr volatile Situation zwischen Iran und Israel. Seit Ende Februar 2026 eskalierte der Konflikt deutlich, nachdem gemeinsame US-israelische Luftangriffe auf iranisches Territorium mehrere hochrangige iranische Militärs und Regierungsfiguren trafen, darunter nach übereinstimmenden Medienberichten der Kommandeur der Revolutionsgarden sowie der iranische Verteidigungsminister – und nach unbestätigten Meldungen auch der oberste iranische Führer Ajatollah Ali Khamenei. 

Als Reaktion auf diese Angriffe meldeten iranische Quellen massive Raketen- und Drohnenverbände, die nicht nur Israel, sondern auch US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf ins Visier genommen hätten. Explosionen seien in mehreren arabischen Hauptstädten zu hören gewesen, was auf eine weitreichende Gegenoffensive des Irans hindeutet. 

Auch die libanesische Hisbollah-Miliz, ein langjähriger Verbündeter Teherans, bestätigte eigene Raketenangriffe auf Ziele in Israel – erstmals seit der Waffenruhe von 2024 wieder in großer Zahl. 

Internationale Reaktionen und mögliche Folgen

Der Vorstoß der iranischen Elitetruppe markiert einen neuen Höhepunkt in einem Konflikt, der bereits mehrere Monate anhält und sich zu einem echten Krieg zwischen den Staaten auszuweiten droht. Israel hat noch keine umfangreiche öffentliche Reaktion auf die iranischen Raketenangaben veröffentlicht, doch im Inland herrscht angesichts der wiederholten Alarmsignale und Raketenüberflüge eine gespannte Lage.

Internationale Beobachter warnen, dass ein direkter Angriff auf das Büro eines Staatsoberhaupts einen signifikanten Bruch etablierter Konfliktmuster darstellen würde – insbesondere, wenn er sich als tatsächlich getroffen herausstellt. Solch ein Angriff könnte internationale Akteure weiter involvieren und eine diplomatische Isolation der Konfliktparteien verschärfen. Staaten wie die USA, einige europäische Regierungen und regionale Nachbarn haben wiederholt zu Deeskalation aufgerufen, während andere Seiten Irans Recht auf Verteidigung betonen.

Fazit der Lage

Obwohl die iranische Revolutionsgarde behauptet, mit ballistischen Raketenregierungssitze Israels getroffen zu haben, sind diese Angaben derzeit nicht durch unabhängige Quellen bestätigt. Der Angriff unterstreicht jedoch die tiefgreifende Eskalation zwischen Teheran und Tel Aviv und die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten.

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